Woran es dem Wirtschaftsstandort Murnau mangelt

Die Gesprächspartner
waren unter anderem

Cardis Reynolds

TVB

Geiger Automotive

TQ Systems

BGU Murnau (UKM)

Wiesendanger Medien GmbH

 

Als Ergebnis der Gespräche, die Rolf Beuting Anfang des Jahres 2014 mit 10 Murnauer Unternehmen geführt hat, zeigen sich folgende Standort-Schwächen:

  • Es fehlt Murnau weniger an Arbeitsplätzen – es fehlt an Fachkräften. Zum einen, weil es schlichtweg keine gibt (Software-Entwickler beispielsweise oder Köche) oder weil sie wegen der hohen Lebenshaltungs-, insbesondere Wohnkosten nicht herkommen.
  • Es fehlt Murnau an bezahlbarem Wohnraum.
  • Es fehlt Murnau an Gewerbeflächen, damit die ansässigen Unternehmen erweitern und neue Unternehmen sich ansiedeln können. Unter anderem weil Chancen verspielt wurden, beispielsweise als man sich Alternativen hätte überlegen können anstatt fraktionsübergreifend „rettet den Standort!“ zu rufen, da einmal mehr die Schließung der Kaserne „drohte“. Weil in einer Region, für die mit Recht die Verhinderung von Landschaftszerstörung groß geschrieben wird, keine nennenswerten Initiativen zu überkommunaler Zusammenarbeit ergriffen werden. Und  weil je nach der gerade aktuellen Frage- oder Problemstellung auf ein und demselben Grundstück mal Gewerbe, mal Wohnraum angesiedelt werden.
  • Es fehlt an Vernetzung sowohl der Marktgemeinde selbst wie vielen der hier angesiedelten Unternehmen, um gemeinsam den Fachkräftemangel (etwa durch Aus- und Fortbildung) und das Problem der knappen Gewerbeflächen anzugehen.
  • Es fehlt Murnau eine Breitbandanbindung. Dieser Mangel zeigt zum Teil bereits bedrohliche Auswirkungen, insbesondere für das Hotelgewerbe.
    Dieser Mangel soll innerhalb des Jahres 2016 behoben werden.
  • Es fehlt einigen Gesprächspartnern ein Ortsbus als Verbesserung der Infrastruktur.
  • Es fehlt der touristischen Region eine Marke, die sich klar von den Nachbarregionen abgrenzt: wofür steht die Destination Murnau?
  • Die Stelle eines Wirtschaftsförderers, der sich hauptamtlich damit befasst, diese Mängel zu beheben, wurde im Februar 2015 vom Gemeinderat beschlossen